Wer durch Tönisvorst geht, sieht es täglich: Pizzakartons auf dem Boden neben überfüllten Behältern, Mülleimer, die aus den Angeln gehoben, verbeult oder schlicht schäbig sind – und Krähen, die den Rest erledigen. Die GUT hat dazu einen Antrag in den zuständigen Ausschuss eingebracht – und knüpft dabei bewusst an die bereits geleistete Arbeit der Stadtverwaltung an.
Verwaltung hat bereits den richtigen Weg eingeschlagen
Die Stadt hat zuletzt am Pastorswall neue Papierkörbe mit vogelsicherem Dach aufgestellt – ein Schritt, den die GUT ausdrücklich begrüßt. „Die Verwaltung hat hier bereits vorgedacht. Unser Antrag soll helfen, daraus einen verbindlichen Standard für das gesamte Stadtgebiet zu machen“, so Karoline Milch, stellvertretende Fraktionssprecherin.
Was die GUT konkret beantragt
Der Antrag umfasst fünf Bausteine:
- Zunächst soll die Verwaltung den Zustand aller rund 350 Papierkörbe im Stadtgebiet systematisch erfassen und ein Erneuerungskonzept vorlegen – inklusive verbindlicher Standards für künftige Neuanschaffungen.
- Beim Austausch defekter Behälter sollen künftig ausschließlich Modelle zum Einsatz kommen, die den Zugang für Vögel wirksam verhindern – etwa durch schmalere Einwurfklappen oder selbstschließende Deckelsysteme. Die am Pastorswall bereits aufgestellten Behälter mit vogelsicherem Dach sind das richtige Vorbild.
- An stark frequentierten Standorten sollen Pfandflaschenringe angebracht werden – einfache Halterungen außen am Behälter, in die Pfandflaschen ordentlich eingestellt werden können. Erprobt werden soll dies zunächst an drei Pilotstandorten: REWE-Parkplatz Neuer Markt, Spielplatz Pastorswall und Kuhstraße/Markt.
- Für Standorte mit hohem Gastronomieaufkommen beantragt die GUT zudem spezielle Pizzakarton-Behälter mit querformatigem Einwurfschlitz – in St. Tönis etwa am Alter Markt, der Hochstraße, der Gelderner und der Willicher Straße, in Vorst am Markt und der Süchtelner Straße/Hauptstraße.
- Übergreifendes Ziel: Den ohnehin notwendigen Austausch beschädigter Behälter konsequent für eine schrittweise Vereinheitlichung des Bestands nutzen – statt immer wieder baugleiche Modelle mit denselben Schwachstellen nachzubeschaffen.
Kleiner Aufwand, große Wirkung
„Es geht uns nicht um große Investitionen, sondern um kluge Entscheidungen beim ohnehin notwendigen Austausch“, erklärt Daniel Ponten, Fraktionsgeschäftsführer. „Wer jetzt einen neuen Behälter aufstellt, kann mit minimalem Mehraufwand Vogelschutz, Pfandring und passendes Format gleich mitdenken.“
